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26.02.2015, 23:04 Uhr

Froschwetter: auch auf der Heideterrasse

Grasfrosch, Erdkröte, Teichmolch, Fadenmolch: die frühen Amphibienarten sind aus den Startlöchern, denn seit zwei Tagen stimmen die Bedingungen: feuchte Nächte, frostfrei, mind. 5°C.

Grasfrosch, Königsforst, Graben am Wegesrand, Februar 2015
Grasfrosch, Königsforst, Graben am Wegesrand, Februar 2015
© Justus Siebert
Wenn man jetzt zur richtigen Zeit durch eines der Heideterrassen-Gebiete streift, aus welchen Gründen auch immer, sagen wir mal den Königsforst, so gegen 20 Uhr, Nieselregen, gefühlte 7°C, dann kann man den ersten Amphibienarten des Jahres auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer begegnen. Zum Beispiel dem Rather Weiher bei Rath-Heumar. Doch auch entlang des Weges in den Entwässerungsgräben kann man bereits den ein oder anderen Grasfrosch (rana temporaria) erblicken, der sich als früheste Amphibie auf den Weg macht.

Aber auch dem Fadenmolch (lissotriton helveticus), eher Königsforst, dem Teichmolch (triturus vulgaris), eher Wahner Heide, und der Erdkröte (bufo bufo), überall, kann man jetzt bei einem Abendspaziergang begegnen. Ohne Taschenlampe oder Straßenbeleuchtung und dem Blick in die richtige Richtung (nach unten) dürfte man aber eher aneinander vorbei gehen. Oder fahren. Was besser ist für den Frosch, wenn man (als Mensch) nicht zu Fuß sondern mit dem Auto unterwegs ist, z.B. auf der Rösrather Straße zwischen Rath und Rösrath-Kleineichen. Auf solchen Straßen durch Amphibien-Habitate mit altgedienten Laichgewässern auf beiden Seiten (aus Froschperspektive: es gibt nur eine Seite, die zerschnitten ist) werden jährlich hunderte bis tausende Tiere auf ihrer Hochzeitsreise totgefahren.

Was kann man machen, auf dem Wag nach Hause von der Arbeit, Februar/März, nach 18 Uhr, Regenwetter, noch kalt aber nicht frostig?

Grasfrosch, in einem Garten, Rath-Heumar
Grasfrosch, in einem Garten, Rath-Heumar
© Justus Siebert
Möglichst langsam fahren, auf die Straße schauen, falls da was im Scheinwerferlicht auftaucht, was wie ein Blatt aussieht, aber doch irgendwie lebendiger, und umfahren, was bei einem Tier von der Größe Frosch ohne hektisches Lenkmanöver möglich ist, wenn man sich selbst darauf eingestellt hat.

 In diesem Sinne: gute Fahrt, für alle, oder eine feucht-fröhliche Begegnung in Wald und/oder Heide.


JS