Wahner Heide
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18.02.2018, 13:42 Uhr

Die Verladerampe in der Wahner Heide

Die Renaturierung des ehemaligen belgischen Milit├Ąrbahnhofs und der Schienenstrecke begann in 2011...

Verladerampe im Oktober 2000
© Holger Sticht
Ende der 1950er Jahre lie├?en die belgischen Streitkr├Ąfte eine Gleisanlage mit Sackbahnhof in der n├Ârdlichen Wahner Heide erbauen. Es handelte sich um eine Stichstrecke, ausgehend von der damaligen Aggertalbahn (heutige RB 25) in H├Âhe der Bensberger Stra├?e bis zum Porzer Weg im Naturschutzgebiet. ├?ber Jahrzehnte hinweg wurde ├╝ber diese Schienenstrecke v.a. milit├Ąrische Fahrzeuge angeliefert, aber auch Soldaten aus oder in die Wahner Heide gebracht.

Besonders eindr├╝cklich war nat├╝rlich die Ver- oder Entladung von Panzern gewesen, die bisweilen auch an Wochenenden und damit w├Ąhrend der ├?ffnungszeiten des milit├Ąrischen ├?bungsplatzes stattfand.

Verladerampe nach Entsiegelung im April 2011
© B├╝ndnis Heideterrasse
Von der Verladerampe aus mussten die Panzer ├╝ber eigens hierf├╝r eingerichtete Panzertrassen durch die halbe Wahner Heide zum Camp Altenrath gefahren werden.

Nach dem Abzug der belgischen Streitkr├Ąfte im Jahr 2004 war die Anlage ohne Zweck und Nachnutzung. Eine Entsiegelung und damit Renaturierung des Gel├Ąndes war also naheliegend. Diese begann Anfang 2011 als Teil einer Kompensationsma├?nahme des Landesbetrieb Stra├?en mit der Entsiegelung der Verladerampe und dem R├╝ckbau des Trafoh├Ąuschens (das auch einen Aufenthaltsraum aufwies).

Verbuschte Gleisanlage im April 2014
© B├╝ndnis Heideterrasse
Im Winter 2015/2016 wurde der Vorwald vornehmlich aus Kiefern und Sp├Ąten Traubenkirschen, der inzwischen auf dem Gleisk├Ârper gewachsen war, gerodet, um die metallenen Hinterlassenschaften einschlie├?lich Schienen und Beleuchtungsanlage entnehmen zu k├Ânnen. Dies folgte dann im Winter 2016/17. 

Der standortfremde Gleisschotter soll allerdings nicht entfernt werden, sodass die Bauarbeiten in dem Bereich der ehemaligen Gleisanlagen und der Verladerampe nunmehr abgeschlossen sind. Mehrere streng gesch├╝tzte Amphibien- und Reptilienarten nutzen den Gleisschotter als Habitatbestandteil, sodass ein R├╝ckbau aus Artenschutzgr├╝nden problematisch gewesen w├Ąre.

Ehemalige Verladerampe 2017
© Holger Sticht
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Die Eilerberg-Tour f├╝hrt an der ehemaligen Schienenstrecke und der Verladerampe vorbei. 

HS